Functions on Demand | NTT DATA

Di, 18 Februar 2020 - 60 Minuten

Functions on Demand

FoD – USP der Zukunft

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FoD – Disruptive Veränderung für die Automotive-Branche

FoD macht das Fahrzeug zur individuell konfigurierbaren Mobilitätsplattform.
Bei Functions on Demand (FoD) handelt es sich um Services, die der Kunde bei Bedarf (on Demand) hinzubuchen kann: Für eine Fahrt durch die Alpen kann er mit FoD beispielsweise die Motorleistung erhöhen. Oder er hat die Möglichkeit, für eine Autobahnfahrt von München nach Düsseldorf den Staupiloten zu buchen. Auch flexibel buchbare Reichweitenerhöhung und verschiedene Motorsounds bei Elektrofahrzeugen sind denkbar. Die Beispiele zeigen: Mit FoD wandelt sich das Fahrzeug zur Mobilitätsplattform, die ein Kunde jederzeit nach seinen Wünschen konfigurieren kann.

Das Fahrzeug wird zum Endgerät und zur E-Commerce-Plattform.
Zudem wird das Fahrzeug durch die für das Angebot von FoD erforderliche Vernetzung zum Endgerät. Automobilhersteller haben somit die Kontrolle über ein wertvolles Gut – die Schnittstelle zum Kunden: Musik von Spotify oder YouTube im Auto hören? LufthansaFlüge oder Mobilitätsdienste des ÖPNV aus dem Auto buchen? Apple Carplay oder Android Auto bringen diese Dienste teilweise schon ins Auto. Eine unabhängige Umsetzung durch den Fahrzeughersteller? Grundsätzlich denkbar, nicht nur bei eigenentwickelten Funktionen. Wenn die Anbieter ihre Dienste im Auto präsentieren wollen, kommen sie an den Automobilherstellern als Partnern nicht vorbei. Ein Beispiel dafür: nicht-App-gesteuerte Services basierend auf Car-to-X-Kommunikation. Das dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass ein Unternehmen wie Google gerade dabei ist, ein eigenes Autos zu bauen.

Das Service-Portfolio muss attraktiv(er) sein.
Jedoch stehen die Fahrzeughersteller in Konkurrenz zu den Anbietern bisheriger Schnittstellen. Denn um Musik und Flüge zu buchen, ist nicht zwingend die Infrastruktur des Autos erforderlich. Stattdessen kann man auch einfach direkt das Handy nutzen. Damit OEMs Anbieter und Kunden dazu bringen, die Fahrzeuginfrastruktur anstelle ihrer mobilen Endgeräte zu nutzen, müssen sie einen handfesten Vorteil bieten – angefangen von einer günstigen Preisgestaltung bis hin zu interessanten Zusatzangeboten bei der Buchung über die Plattform „Fahrzeug“. Die Bedeutung des Service-Portfolios eigener und in branchenübergreifenden Partnerschaften entwickelter Funktionen steigt.

FoD – Schlüssel für die Mobilität von morgen.
Für OEMs heißt dies, sich schnell auf wechselnde Kundenbedürfnisse und Nachfragen aus dem Markt einzustellen und darauf adäquat zu reagieren. Die Time-to-Market muss sich verkürzen und die Hersteller müssen noch näher an ihre Kunden heranrücken, Feedback einholen und passend darauf reagieren. Kurzum: Angebot, Qualität, Umfang und Preisgestaltung von FoD werden künftig zum Differenzierungsmerkmal für die Autobauer – und zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor im Kampf um die Marktführerschaft im Bereich Connected Car.

FoD als Enabler für den digitalen Aftersales.
Das Service- und Teilegeschäft im Aftersales galt über Jahrzehnte hinweg als Cash Cow der Automobilhersteller. Um diesen bedeutenden Stellenwert zu bewahren, muss sich der Aftersales mehr und mehr auf das Angebot digitaler Services per FoD spezialisieren, begleitet durch die Verkürzung von fahrzeugübergreifenden Entwicklungszyklen mittels Software Updates.

Herausforderung für OEMs und Zulieferer.
FoD eröffnen also völlig neue Geschäftsmodelle und Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung. Nicht zuletzt deshalb gilt das Thema FoD als disruptive Veränderung in der Automobil-Branche, die beginnend von der Produktion über Sales und Connected-Car-Entwicklung bis hin zum Aftersales alle Bereiche erfasst und sowohl OEMs als auch Zulieferer vor große Herausforderungen stellt.

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