Ein Netzwerk mit Partnern aufbauen | NTT DATA

Fr, 04 September 2020 - 6 Minuten

Ein Netzwerk mit Partnern aufbauen

Banken und Sparkassen müssen sich immer stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren

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Viele andere Tätigkeiten lagern sie daher an Dienstleister aus. Dadurch steigt die operative und auch die fnanzielle Flexibilität der Institute.

Die Sparkasse Hannover hat ihren gesamten SB-Gerätepark vollständig an Diebold Nixdorf (DN) veräußert. Vollumfänglich umfasst dies derzeit 474 Systeme, davon 74 Cash Recycler, 130 Geldausgabeautomaten, 34 Auszahlkassentresore (AKT) und 236 SB-Terminals mit Kontoauszugdruckern an knapp 100 Standorten. DN hat das Life-Cycle Management der Geräte übernommen und sie zugleich veredelt. Die Servicequalität konnte dadurch laut Angaben des Geräteherstellers deutlich verbessert und die Betriebskosten um etwa 30 bis 40 Prozent gesenkt werden. Überdies stieg die Verfügbarkeit auf annähernd 99 Prozent. Mitte Juni schloss auch die Bank 99 einen Vertrag mit DN über das so genannte „ATM as a Service“ mit einer Laufzeit von sechs Jahren ab. Das im April gegründete Unternehmen für Bank- und Finanzdienstleistungen der Österreichischen Post ist aus einem Joint Venture mit der Bankengruppe der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe) entstanden. Mit „ATM as a service“ soll nun ein digitales Filialnetz entstehen, das zu optimalen Betriebskosten eingerichtet und verwaltet werden kann. „Wir hatten die Vision, dass unsere Kunden über einen vernetzten Kanal Zugriff auf unsere unterschiedlichen Angebote erhalten“, erläutert Michael Wiendeck, Chief Sales Officer der Bank 99.

Besseres Erlebnis bei niedrigeren Kosten

Die Zusammenarbeit der Bank 99 mit DN im Wert von umgerechnet rund 18 Millionen Euro soll die Kundenkontakte über 500 SB-Geräte in 300 Bank- und Postfilialen verbessern. Die Geldautomaten laufen auf einer einzelnen Sofwareplattform, über die die Bank 99 laut DN mit ihren Kunden individuell interagieren und das SB-Erlebnis laufend weiterentwickeln kann. „Über unser ATM-as-a-Service-Programm können wir die internen Abläufe verschlanken, die Gesamtbetriebskosten minimieren und das Kundenerlebnis kontinuierlich verbessern“, verspricht Ansgar Steden, Vice President Banking Deutschland, Österreich, Schweiz bei DN. Dabei ist der Kostenfaktor nicht mehr der alleinige Haupttreiber für die Einbindung von Partnern in den Betrieb eines Finanzinstituts. Insbesondere bei Cloud-Technologien und den darauf aufbauenden Open-Banking-Plattformen ist vielmehr das Erschließen neuer Umsatzquellen ausschlaggebend. „Zudem ermöglichen neue, am Endkunden ausgerichtete Geschäftsmodelle eine hohe Customer Experience und Kundenzufriedenheit“, sagt Ralf Baust, Head of Banking bei NTT Data (siehe Interview oben). Eine flexible IT-Architektur schaffe erst die Basis, damit Banken und Sparkassen die Chancen innovativer Services ausnutzen können.

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