Integration von Systems Engineering in Automotive | NTT DATA

Montag, 17. Dez 2018

Integration von Systems Engineering in Automotive – Der Schlüssel zur Right-First-Time Produktentwicklung in der Digitalisierung

Steigende Komplexität durch die Integration autonomer Fahrsysteme mit mechatronischen Systemen und IT-gestützten Produkten, erfordern die Weiterentwicklung der bisherigen Automotive Entwicklungsprozesse. Dieser Blog spiegelt die aktuellen Herausforderungen der Automobilindustrie wider. Des Weiteren wird mit einer Einführung zu Systems Engineering (SE) aufgezeigt, wie dieser interdisziplinäre Ansatz Right-First-Time Praktiken gewährleistet, um die steigende Komplexität in der Automotive Industrie zu beherrschen und steigende Sicherheitsstandards, wie die ISO 26262, zu gewährleisten. Durch Einführung von Systems Engineering mit dem Ansatz von Model-Based Systems Engineering (MBSE) können Entwicklungsrisiken reduziert werden und die Qualität von kundenspezifischen Systementwicklungszyklen erhöht werden.

Eine effektive Integration des Gesamtsystems ist essentiell bei einer Interaktion von über 100 Steuergeräten mit über 8 km Kabeln in einem Fahrzeug.

Die heutige Automotive Produktentwicklung steht einer zunehmenden Integration von komplexen Fahrerassistenzsystemen, bis hin zu selbstfahrenden Autos mit kürzeren Time-to-Market und geringeren Entwicklungskosten, gegenüber. Die Kombination von über 100 Steuergeräten mit über 8 km Kabeln in einem Fahrzeug, verbunden mit einer großen Anzahl elektronischer und softwaregesteuerten Bauteile, muss äußerst effektiv integriert werden, um kostspielige Neuentwicklungen zu vermeiden. Die steigende Komplexität kann mit Risiken in der Fahrzeugentwicklung verbunden sein. Beispielsweise wurden in den USA 51 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2015 zurückgerufen, drei Mal mehr als verkauft.

Die Integration von Systems Engineering in der Automotive Industrie ermöglicht eine systematische und Right-First-Time Produktentwicklung.


Systems Engineering ist ein interdisziplinärer und systematischer Ansatz, um die erfolgreiche Entwicklung komplexer Systeme zu ermöglichen, die die steigende Digitalisierung und die Bedürfnisse der Kunden effektiv und effizient mit händelbarer Komplexität erfüllt. Blog-Integration-Systems-Engineering-Automotive-2018-12-I

Ein kritischer Punkt ist der internationale Standard ISO 26262 für funktionale Sicherheit. Bei einem Autounfall muss der OEM nachweisen, ob alle erforderlichen Entwicklungsschritte nach entsprechenden Vorgaben durchgeführt wurden und das Produkt systematisch getestet und gesichert wurde. Mit Systems Engineering, in der Kombination von MBSE, kann eine schnellere Produktreife erreicht werden, Rückrufaktionen reduziert werden und eine Right-First-Time Produktentwicklung gewährleistet werden.

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Ein zu großer Schwerpunkt auf einzelne Komponenten kann zu einem Verlust der Perspektive des Gesamtsystems führen. Ein wesentliches Prinzip von Systems Engineering besteht darin, das Produkt mit seinen miteinander verbundenen Teilen als ein Gesamtsystem zu betrachten und eine effektive Korrelation von Komponenten, Funktionen und Systemen zu gewährleisten. Dies kann durch die Visualisierung der Systeme mit ihren komplexen Zusammenhängen durch Modelle unterstützt werden.

Eine Integration von Systems Engineering mit MBSE in der Produktenwicklung erhöht die Qualität der Systementwicklung, unterstützt die Entscheidungsfindung unter den Stakeholdern und reduziert Entwicklungszeit und -kosten erheblich. Zu diesem Thema haben wir von NTT DATA einen Artikel geschrieben und auf der größten Systems Engineering Conference in Europa in Berlin vorgestellt, der INCOSE EMEASEC 2018 Conference. Hier findet ihr eine Kurzzusammenfassung in unserem Fact Sheet und auch bald als NTT Whitepaper erhältlich.




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