Ich bin ein IT-Girl – von HUGO BOSS zu SCRUM: Als | NTT DATA

Mittwoch, 19. Feb 2020

Ich bin ein IT-Girl – von HUGO BOSS zu SCRUM: Als Quereinsteigerin in der IT-Branche

Von der Modebranche ins IT Consulting wechseln – ist das wirklich möglich? Ja, das ist es! Wie das funktioniert, zeigt euch Stephanie am eigenen Beispiel: Sie hat BWL studiert und wollte ursprünglich bei Prada, Gucci oder Louis Vuitton arbeiten. Ihre Karriere begann sie dementsprechend im Marketing bei Tommy Hilfiger in NYC – heute arbeitet sie als IT-Consultant bei NTT DATA und gestaltet lieber „IT-Projekte“ anstatt „It-Pieces“.

Stephanie: Die Welt der Mode ist von außen betrachtet schillernd. Schon als kleines Mädchen habe ich das Brautkleid meiner Mutter vor dem Spiegel anprobiert und nach dem Abitur war für mich klar: Ich erobere die Modebranche. Als Praktikantin in der Modewelt angekommen, war ich erstaunt wie anders diese Welt ist. Es gibt drei Gründe warum ich eine Veränderung gebraucht habe:
1. Verkaufszahlen zählen mehr als Kreativität: Designer haben es nicht leicht mit dem Verkauf. Viele Unternehmen haben nicht den Mut in neue Stile zu investieren. Jährlich werden altbewährte Modelle in neuen Farben produziert.
2. Der Konkurrenzkampf ist extrem hart: Man trifft immer wieder auf Neider und das Aussehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist sehr wichtig. Häufig bin ich nach der Arbeit noch Shoppen gegangen, damit ich den Ansprüchen der Modewelt genüge.
3. Digitalisierung wird nur schwach vorangetrieben: Lange Zeit fokussierten sich große Modekonzerne auf den stationären Retail anstatt den Onlinehandel voranzutreiben. Dies bescherte in der Vergangenheit namhaften und traditionellen Modehäusern die Insolvenz.

„In zehn Jahren wird wohl das Smartphone das wichtigste Verkehrsmittel sein. Es ist total spannend, digitale Mobilitätskonzepte mitzugestalten und verschiedene Services ins Auto von Morgen zu bringen.“ – Stephanie

IT-Girl Quereinsteigerin Stephanie

Seit der Einführung des iPhones schritt die Digitalisierung immer weiter voran. Diese Entwicklung empfand ich bereits damals als sehr wichtig. Ich wollte sie mitgestalten! Irgendwann fragte ich mich also: „Was kann ich noch? Was macht mir Spaß?“. So kam ich auf die Mobilität – welche jetzt und in Zukunft großen Veränderungen gegenübersteht.  In zehn Jahren wird wohl das Smartphone das wichtigste Verkehrsmittel sein. Es ist also total spannend, digitale Mobilitätskonzepte mitzugestalten, verschiedene Services ins Auto von Morgen zu bringen und vieles mehr voranzutreiben. Es ist außerdem nicht ausgeschlossen, dass ich meine Erfahrungen aus dem IT-Bereich zukünftig wieder in der Modebranche oder einer anderen Industrie einbringe.

Redaktion: Welche Herausforderungen sind dir bei deinem Quereinstieg begegnet?

Stephanie: Mein Einstieg in die IT passt zu dem Motto von Sheryl Sandberg: „Sag Ja zu einer neuen Herausforderung – auch wenn du nicht weißt, ob du 100% bereit dafür bist.“

Von „100% ready for IT“ war ich zu Beginn weit entfernt. Jeder Job hat heute irgendwie mit Digitalisierung oder IT zu tun, aber ich hatte mich explizit für das IT Consulting in der Automobilindustrie entschieden. Der Arbeitsalltag war also ganz anders als zuvor. Zu Beginn gab es viele Begrifflichkeiten und Prozesse, mit denen ich nicht vertraut war. Ich hatte mir zwar ein Basiswissen über agile Projektmethoden und SCRUM angeeignet, aber für den Start war ich noch völlig „lost“. In Kunden-Meetings traf ich auf typische Entwickler: sie redeten von Helm Charts und Burger Menues, ich dachte erstmal an Burger King. Wie in jedem neuen Job braucht es Zeit und Geduld, sich in einem neuen Unternehmen und Team einzuleben. Meine Kollegen bei NTT DATA waren hier sehr hilfreich und ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt – das vereinfacht vieles.

Redaktion: Welche Skills sollten Frauen für eine Karriere in der IT-Branche unbedingt mitbringen (neben klassischen IT-Skills)?

Stephanie: Selbstbewusstsein und Beharrlichkeit. Gerade in der agilen Entwicklung steht „Dynamik“ an der Tagesordnung. Es wird ständig neu priorisiert, Inhalte und Pläne verändern sich fast täglich und es gibt keinen Stillstand. Hier muss man gelassen handeln und seine Berater-Rolle wahrnehmen. Dabei kommt es häufig vor, dass man dem Kunden unangenehme Fragen stellen muss, um das Projekt letztendlich zum Erfolg zu führen. Deshalb sind Kommunikationsgeschick und Einfühlungsvermögen wichtig – zwei Eigenschaften, die Frauen tendenziell eher zugeschrieben werden.  Wichtig ist auch der Leitsatz: „Don’t be a know it all – be a learn it all“. Also Wissensdurst mitbringen und aufgeschlossen für Neues sein. Ein letzter Tipp von mir: nicht zu streng mit sich und anderen sein. Es kann immer passieren, dass man einen Fehler macht oder unverhofft in ein Fettnäpfchen tritt. Das muss man dann letztendlich mit Humor nehmen – und das macht sympathisch.

Redation: Vielen Dank für die spannenden Einblicke in deinen Karriereweg und weiterhin viel Erfolg für dich!

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Dieses Interview erschien in ähnlicher Form bei herCareer.




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