Soll das E-Auto per Gesetz verordnet werden? | NTT DATA

Dienstag, 23. Jan 2018

Soll das E-Auto per Gesetz verordnet werden?

Wie soll dem E-Auto in Deutschland zum Durchbruch verholfen werden? Laut einer aktuellen Bitkom-Studie „sehen 40 Prozent der Deutschen die Automobilhersteller am stärksten in der Verantwortung, 42 Prozent dagegen die Politik“. Ich wurde dazu leider nicht befragt. Denn meine Antwort dazu lautet: Das E-Auto soll nicht „durchbrechen“.

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„Autohersteller müssen in China von 2019 an mindestens zehn Prozent Elektroautos verkaufen.“ Klar, das wird Auswirkungen auf die deutschen Autobauer haben, für die das »Reich der Mitte« ja ein wichtiger Absatzmarkt ist. Aber ist es wirklich der richtige Weg, das Elektroauto jetzt per Gesetz durchzudrücken, wie 42 Prozent der im Rahmen der Bitkom-Studie Befragten meinen?

 Wasserstoff statt Akku

Ich persönlich habe dazu eine ganz andere Meinung, nämlich: Das E-Auto ist nicht DIE Zukunft, sondern nur EINE von vielen neuen Antriebsmöglichkeiten. Deutlich sauberer als die „Stromer“ (nein, die Gleichung »Strom = sauber« stimmt eben nicht!) sind Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Insofern bekommt Toyota von mir ein »Like«, weil das Unternehmen nach wie vor am Wasserstoffantrieb festhält.

Bitte keine „E-Quote“

Meine Zustimmung findet auch der SZ-Kommentar von Alexander Mühlauer, seines Zeichens SZ-Korrespondent in Brüssel, der meint, dass die Politik das Ziel, aber nicht den Weg vorgeben sollte. Was wir brauchen, ist also bitte keine „E-Quote“, sondern einen „umfassenden Pakt für die Mobilität der Zukunft. Dazu zählen der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, eine bevorzugte Behandlung von Radfahrern in den Metropolen und natürlich ein Automobil, das die Umwelt so wenig wie möglich belastet.“ Hier allein auf das Elektromobil zu setzen halte ich für falsch.

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