Sustainability Heroes bei NTT DATA: Thomas Kern im Interview über sein Engagement für Balkonkraftwerke | NTT DATA

Di, 24 Februar 2026

Sustainability Heroes bei NTT DATA: Thomas Kern im Interview über sein Engagement für Balkonkraftwerke

In unserer Reihe „Sustainability Heroes“ stellen wir Kolleg:innen vor, die sich sozial engagieren. Thomas Kern, Senior Consultant im SAP Supply Chain Management und Procurement bei NTT DATA, unterstützt Menschen dabei, mit Balkonkraftwerken ihren eigenen nachhaltigen Strom zu erzeugen. Über den Verein Solar2030 e.V. vermittelt er Wissen und bietet Unterstützung rund um Planung und Umsetzung. Im Interview erzählt Thomas, warum er sich für diese nachhaltige Form der Energiegewinnung einsetzt.

Was machst du bei NTT DATA?

Ich bin Senior Consultant im SAP Supply Chain Management und Procurement mit Schwerpunkt Projektmanagement und war lange Zeit im Operations Management unterwegs.

Du setzt dich für die Installation von Balkonkraftwerken ein. Erzähle uns mehr.

Die Möglichkeit, mit Sonnenenergie Strom zu erzeugen und damit auch ein Stück weit autark zu sein, fasziniert mich schon lange. Im Sommer kann man seinen kompletten Strombedarf decken und sogar überschüssigen Strom einspeisen, selbst im Winter kann man 20-30 Prozent des eigenen Bedarfs abdecken. Für mich ist diese Form der Energiegewinnung ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Deshalb möchte ich so viele Menschen wie möglich für Balkonkraftwerke begeistern und sie bei der Umsetzung unterstützen. Dafür engagiere ich mich auch bei Solar2030 e.V.

Wann und warum hast du mit deinem sozialen Engagement begonnen?

Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, mein eigenes Balkonkraftwerk anzuschaffen. Konsequent umgesetzt habe ich dieses Vorhaben dann 2022 während der Energiekrise. Ich habe mich intensiv in die Materie eingearbeitet, Materialien besorgt, ein passendes Installationskonzept entwickelt und das Projekt schließlich realisiert.

Meine Nachbar:innen in unserer Reihenhaussiedlung waren sofort interessiert, sodass ich nach und nach Unterstützung bei ihren eigenen Projekten geleistet habe. Dabei wurde mir bewusst, wie viel man bewegen kann, wenn man Wissen teilt und praktische Hilfestellung gibt. Deshalb habe ich begonnen, mich bei Solar2030 e.V. zu engagieren. Ziel des Vereins ist es, Balkonkraftwerke in München stärker zu verbreiten.

Ich organisiere mit interessierten Münchner:innen sogenannte Balkonkraftwerk-Spaziergänge. Dort zeige ich verschiedene Installationsmöglichkeiten, erkläre, welche Komponenten benötigt werden, wie die Anlagen sicher befestigt werden, wie Fördermittel beantragt werden können und wie sich Wechselrichter ans Netz bringen lassen, ohne sie mit einer ausländischen Cloud verbinden zu müssen. Mit etwas Programmieraufwand habe ich mir hierfür eine eigene Lösung mit Node-RED auf einem Raspberry Pi entwickelt.

Zusätzlich gibt es einen Stammtisch für Besitzer:innen von Balkonkraftwerken und Interessierte, an dem ich regelmäßig teilnehme. Auch hier stehen Wissensaustausch und praktische Hilfestellungen im Vordergrund, damit sich möglichst viele Bürger:innen für diese Form der Energiegewinnung entscheiden. Manchmal ist unser Verein auch mit einem Messestand auf lokalen Veranstaltungen vertreten – eine ideale Gelegenheit, um direkt mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und praktische Einblicke zu geben.

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Was planst du in Zukunft?

Ich bin gerade erst umgezogen und werde mich auch hier in meinem neuen Umfeld wieder aktiv für Balkonkraftwerke einsetzen. Mein Motto lautet: Einer beginnt – und viele folgen. Gleichzeitig ist es wichtig, fachlich am Ball zu bleiben, denn die technologischen Entwicklungen und angebotenen Lösungen schreiten rasant voran.

Nimmst du aus deinem Engagement Dinge mit, die du in deinem Arbeitsalltag einbringst?

Nachhaltigkeit liegt mir am Herzen. Deshalb bringe ich das Thema aktiv in Gesprächen mit Kunden und Kolleg:innen ein. Erst vor kurzem habe ich einen Vortrag für die Sustainability Community von NTT DATA gehalten – natürlich über Balkonkraftwerke. 

Gibt es sonst noch etwas, das du loswerden willst?

Ich habe den Eindruck, dass das Thema Nachhaltigkeit in der gesellschaftlichen Wahrnehmung ein wenig an Aufmerksamkeit verliert. Umso wichtiger ist es aus meiner Sicht, weiterhin aktiv Impulse zu setzen. 


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